
Der grösste aller weissen Hirtenhundrassen ist der Pyrenäenberghund. Wie sein Name verrät, handelt es sich um einen ursprünglich in den Pyrenäen verbreiteten Hund. In jenen Tagen, als noch wilde Tiere in den Pyrenäen herumstreiften, wurden diese Hunde von den Hirten als treue Wächter und Beschützer der Viehherden gezüchtet. Dabei entstand ein Hund, dessen Tapferkeit unübertroffen war, der seine Pflicht sehr ernsthaft und aufrichtig bis zur Selbstaufopferung für seinen Herrn oder seine Herde erfüllte.
Die Herkunft und Abstammung dieser Hunderasse liegt im Dunkeln der Geschichte verborgen. Sicher ist, dass alle weissen Hirtenhundrassen sehr alt sind und im Wesentlichen die gleiche Abstammung haben. Im Laufe der Jahrhunderte kamen sie in verschiedene Regionen Europas, wo sich eigenständige, im Erscheinungsbild unterschiedliche Hirtenhundrassen bildeten.
Die Eigenart der Pyrenäenberghunde ist infolge ihrer Isolation in den hohen und rauhen Bergen ihrer Heimat durch die Zeit hindurch bewahrt worden. Erstmalig wurde der Pyrenäenberghund im 15. Jahrhundert urkundlich als Wächter in den Schlössern der Pyrenäen erwähnt. Nachdem der Sonnenkönig, Ludwig XIV., im 17. Jahrhundert diese Rasse bei Hofe als imposanten Begleithund eingeführt hatte, wurde dieser Hund in ganz Frankreich bekannt und beliebt. Zu beginn des 19. Jahrhunderts gelangte der Pyrenäenberghund nach England, wo bei der Zucht ganz besonders auf die Erhaltung des Urtyps geachtet wurde. Inzwischen erfreut sich diese Rasse weltweit wachsender Beliebtheit.